Rückblick: Kultur(t)Räume Festival Pfungen 4. Juli 2026

Unsere Vision, ein Kulturfestival für Pfungen zu schaffen, ist in einem intensiven, vielfältigen Gemeinschaftswerk in Szene gesetzt worden. Von 14 Uhr bis 22:30 Uhr konnten sich wohl an die 100 Kunstschaffende in ihrem Tun der Dorfbevölkerung präsentieren.
Berichte uns von Deinen Erlebnissen und Begegnungen. Wir freuen uns auf Dein Feedback zum Anlass per mail an:  galerie@forum-pfungen.ch

Der Rückblick zum Grossereignis entsteht auf der Seite Kultur(t)Räume Festival

Rückblick: Gemeindeversammlung 1 / 11. Juni 2026

Die Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 11. Juni 2026, konnte wegen grossem Interesse der Stimmberechtigten nicht mehr im Singsaal durchgeführt werden. Tamara Schmocker begrüsste die Teilnehmenden um 19:40 Uhr in der Mehrzweckhalle. 133 Stimmberechtigte Personen wurden gezählt, das absolute Mehr liegt bei 67. Rolf Schweingruber und Reto Hunziker übernehmen das Amt der Stimmenzählenden.

TRAKTANDEN

  1. Genehmigung der Jahresrechnung mit Ertragsüberschuss von 5 Mio. CHF zurückzuführen auf höhere Steuereinnahmen und tiefere Ausgaben in einigen Ressorts als geplant.
  2. Sanierung Buckstrasse mit Werkleitungen und Instandstellung Lehnenviadukt – Genehmigung des Baukredit
  3. Teilrevision Polizeiverordnung
    Auslöser ist die Petition von Agnes Forslund zum Feuerwerksverbot mit 287 Unterstützenden. Der Gemeinderat arbeitet einen Text aus, der lärmendes Feuerwerk ganzjährig – auch am 1. August und 31. Dezember verbietet.  Die vielen anderen Korrekturen im Text haben weniger substantielle Bedeutung. Mit Einbezug von 2 Anträgen aus dem Saal, wird in einem mehrstufigen Verfahren abgestimmt. Übrig bleibt der Vorschlag des Gemeinderates, welcher von den Stimmberechtigten angenommen wird. Auch der Antrag zur Gang an die Urne wird knapp von den Stimmberechtigten abgelehnt.
  4. Realisierung Modulbau 2 – Seebelschulhaus – Kreditabrechnung
  5. Es sind keine Anfragen gemäss ƒ17 des Gemeindegesetzes eingegangen.
  6. Informationen zur Einführung der gemeindeübergreifenden Tempo 30 Zone

Gemeindepräsidentin Tamara Schmocker schliesst den formellen Teil um 21.30 Uhr. Für die Informationen und den Apéro nehmen sich die Stimmberechtigten noch gerne bis 23 Uhr Zeit.

Rückblick: Mitgliederversammlung 4. Juni 2026

Am Donnerstag, 4. Juni 2026, trafen wir uns um 20 Uhr im Restaurant Löwen in Pfungen.

Behördenmitglieder haben Auskunft gegeben über die Geschäfte der Gemeindeversammlung vom 11. Juni 2026. Jedes Geschäft wurde eingehend behandelt und Voten aus dem Mitgliederfeld ergänzten die Thematik.

Mit dem Rücktritt von Martina Krebs als unsere Vereinspräsidentin und Vorstandsmitglied geht eine Ära in der Vereinsgeschichte zu ende. Martina wurde mit einem Blumengeschenk und viel herzlichem Applaus aus ihrem Amt verabschiedet. Vorstandsmitglied Helmut Oswald rückt als Präsident nach und wurde zusammen mit Martin Angst, Thery Ebert und Martin Häne mit Applaus-Akklamation in der Rolle bestätigt.

Wir stehen kurz vor der Austragung unseres Sommer-Kulturanlass ‚Kultur(t)Räume‘! Ein Neubeginn, für den wir uns die vereinte Unterstützung aller Vereinsmitglieder wünschen. Voller Vorfreude und Tatendrang!

FORUM Jubiläum 2028 statt 2026

Das Vereinsarchiv bringt es ans Licht: erst 2028 ist ein Jubiläumsjahr

In Vorbereitung einer Festschrift zum 125-jährigen Bestehen des Forum, welches aus dem Gemeindeverein hervorgegangen ist, hat ein Vorstandsmitglied im Archiv nachgeforscht. Dort steht der erste Band handschriftlicher Sitzungsprotokolle mit den Vereinsstatuten aus dem Gründungsjahr 1878. Auch eine Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum aus dem Jahre 1978 liegt uns vor. Die Fakten sprechen für sich: Unser Verein feiert sein 150-jähriges Bestehen im Jahr 2028.

Das hat uns im Vorstand überrascht. Es ehrt uns sehr und lässt uns etwas mehr Zeit für die Jubiläumsvorbereitungen. Somit wird am Samstag, den 4. Juli 2026, ’normal‘ gefeiert. Wie jedes Jahr organisieren wir einen Sommer-Event für die Sinne mit viel Musik.

Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme aus der Bevölkerung.

Gaststätten

1823 zählte man in Pfungen drei Weinschenken: das „Schloss“, die „Mühle“ und das „Neuhaus“ (Sternen). Um eine Wirtschaft führen zu dürfen, bedurfte es der Bewilligung der Landesregierung – also Zürich. Die Bewilligung hiess Tavernenrecht. 1832 ging dieses Recht auf die Gemeinden über und immer mehr Wirtshäuser nahmen in der Gemeinde ihren Betrieb auf:

  • 1840 eröffnet die Speisewirtschaft „zur neuen Brücke“ im Brunihaus bei der Töss.
  • 1846 eröffnet Jakob Elliker den „Löwen“.
  • 1851 eröffnet der „Frieden“.
  • 1862 eröffnet der „Schlosshof“.
  • 1877 eröffnet die Wirtschaft zur „Station“
  • 1881 eröffnet die „Linde“.
  • 1885 eröffnet der „Schlossberg“.
  • 1890 eröffnet die „Rose“.

Überlebt haben „Linde“, „Löwen“ und „Sternen“ („Neuhaus“). Hinzugekommen sind in neuerer Zeit das „Café Rössler“ mit Bäckerei und Konditorei und als weitere Gastronomiebetriebe «Delirolls» und «Pickanto».

Einst Bauerndorf

Pfungen war bis zum Einzug der Textilfabrik 1854 ein Bauerndorf. Ein ärmliches Bauerndorf. Topografie und Bodenbeschaffenheit waren für eine ertragreiche Landwirtschaft schlecht geeignet. Die Arbeitsplätze, welche Textilfabrik und Ziegelei anboten, verbesserten die wirtschaftliche Situation der Gemeinde. Die Kleinbauern mit einer Kuh, vielleicht auch deren zwei, ein paar Ziegen und einem Schwein gingen nun in die Fabrik und die Frau mit den Kindern besorgte die Landwirtschaft. Für Männerarbeiten musste der Feierabend herhalten und zum Heuen blieb man der Arbeit kurze Zeit fern. 1946 zählte man in Pfungen 31 Grossviehhalter. Das erscheint als enorm viel, aber wenn man eine Kuh besitzt, ist man Grossviehhalter. Nicht mitgezählt sind bei diesen 31 die Geissepuure. Seither haben viele Umstände dazu geführt, dass die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe mit Grossvieh auf deren zwei gesunken ist.

Schule

Mit der demokratischen Verfassung von 1831 wurde im Kanton Zürich auch die Volksschule und ihr obligatorischer Besuch eingeführt. Die Pflicht, die Volksschule einzurichten lag bei den Gemeinden. Damit mussten sie Schulhäuser bauen und am kantonalen Seminar ausgebildete Lehrer anstellen. Für diese Aufgaben wurden Schulgemeinden und Schulpflegen geschaffen. Vor dieser Zeit unterrichtete der Sigrist die Kinder in seiner Stube. Eine Ausbildung besass er keine und daneben war er noch Kleinbauer. Die Aufsicht über das „Unterrichtswesen“ lag beim Pfarrer. Damit war nun Schluss. Die Wohn- und Schulstube des Sigristen hatte ausgedient und die Gemeinde hatte jetzt ein Schulhaus zu erstellen. 1832 war das Bauernhaus von Hans und Heinrich Benz niedergebrannt. An dieser Stelle errichteten die Pfungener zwei Jahre später ihr erstes Schulhaus, einstöckig mit einem Klassenzimmer und Lehrerwohnung im ersten Stock und eine Wohnung im Erdgeschoss. Da dieses Raumangebot für den Unterricht bald nicht mehr genügte, wurde dem ersten Geschoss ein zweites aufgesetzt und im Erdgeschoss wohnte der zweite Lehrer. Eine Sekundarschule gab es nicht. Wer eine solche besuchen wollte, musste anfangs nach Neftenbach und zeitweise nach Wülflingen. Täglicher Unterricht fand von der ersten bis sechsten Klasse statt, danach als siebtes und achtes Schuljahr die Repetierschule, die wöchentlich zweimal je einen halben Tag zu besuchen war. In der übrigen Zeit hatten die Mädchen und Knaben einer Arbeit nachzugehen. Das erste Pfungener Schulhaus trägt die Adresse Dorfstrasse 40 und ist zum Wohnhaus mit mehreren Wohnungen umgestaltet worden. Vor der letzten Jahrhundertwende reichte auch das aufgestockte Schulhaus nicht mehr, da Pfungen seit 1892 auch eine Sekundarschule führte. Die Gemeinde erstellte deshalb 1893 am Fusse des Zehnderrains ihr zweites Schulhaus. Es folgte 1951 das Schulhaus Breiteacker und 1970 das Schulhaus Seebel. 2015 konnte der vergrösserte Ersatzbau des Schulhauses Breiteacker eingeweiht werden und in den Jahren 2023 und 2025 folgten modulare Ergänzungen zu den Schulhäusern Breiteacker und Seebel.

Haus Gerig-Krebser

Das stattliche graue Riegelhaus wurde im Jahre 1805 von den beiden Brüdern Jacob und Ulrich Flach erbaut. Den Viehstall teilten die beiden Brüder. Als Nebenerwerb wurde in den hellen Stuben gewoben. Der Name «Weberli Flach» erinnert an die zusätzliche Nutzung der hell besonnten Stuben. Die Nebenstube im linken Hausteil beherbergte einst einen kleinen Laden für den Alltag. 1908 wurden die Scheune und der Stall neu gebaut.

Seit 1928 ist das Haus in dritter Generation im Besitz der Familie Krebser. Der Bauernbetrieb wurde aus wirtschaftlichen Gründen anfangs der siebziger Jahre aufgegeben. Die Riegelkonstruktion wurde im Rahmen einer Renovation 1987 freigelegt.

Wasserversorgung

Die erste Wasserversorgung der Gemeinde Pfungen datiert aus dem Jahr 1888. Sie wurde am 15. Juli 1888 feierlich eingeweiht und umfasste ein Leitungsnetz von 1600 Metern, einem Reservoir in der Grabi mit 200 m3 Fassungsvermögen und 22 Hydranten. Vor dieser Zeit versorgte man sich mit dem Wasser der zahlreichen Dorfbrunnen. Um den nun gestiegenen Wasserbedarf zu stillen, mussten im wasserreichen Gebiet von Grabi und Weitobel neue Quellen gefasst werden. Wenige Jahrzehnte später kam die Nutzung der Maienstegquelle mit ihren ca. 500 Minutenlitern hinzu. Um im ständig wachsenden Dorf eine hinreichende Löschwasserreserve zu sichern, wurde 1935 oberhalb des bestehenden Reservoirs ein zweites gebaut. Sein Überlauf speiste das ältere, tieferliegende. In der stetig wachsenden Gemeinde reichte in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg die Wasserzufuhr aus Grabi, Weitobel und Maienstegquelle nur noch bei normalem Witterungsverlauf. Das Thema Trinkwasserversorgung musste in unserer Gemeinde erneut aufgegriffen werden. Unsere Gemeinde beteiligte sich in der Folge zusammen mit den Gemeinden Winterthur, Neftenbach und Dättlikon an der Schaffung einer gemeinsamen Fassungsanlage im Wülflinger Hard. An dieser Stelle wird bis heute dem Eulach-Grundwasserstrom Wasser entnommen. Das gefasste Wasser wird durch Pumpen auf den Rücken des Multbergs gepumpt und dem 1954 in Betrieb genommenen Reservoir zugeführt. Dieses liegt auf 519 m über Normalnull, das Grabireservoir auf 468 m. Die Höhendifferenz erzeugt eine Wasserdruckdifferenz von gut 5 bar. Somit musste für das neue Reservoir ein zweiter Netzteil geschaffen werden. Die Gemeinde besitzt damit ein Hochdrucknetz und ein Niederdrucknetz. Über das Hochdrucknetz kann über eine Verbindung Wasser ins Niederdrucknetz eingespeist werden. Über das Hochdrucknetz wird auch die Gemeinde Dättlikon seit 1954 mit Wasser versorgt. Wegen der starken Bautätigkeit musste 1998 in der Grabi ein grosses Reservoir (1300 m3) und 2004 noch ein kleines an der Maienstegquelle neu erstellt werden. Letzteres kam hinzu, um die Quelle besser nutzen zu können.

Mühle

Bereits 1322 wird im Verzeichnis des Besitzes der Freiherren von Wart eine Mühle in Pfungen genannt. Wir wissen nicht, wann die Pfungener Mühle erstellt wurde, über deren Standort besteht indes kein Zweifel. Die Wasserkraft des Mülibaches konnte von allem Anfang am besten an jener Stelle genutzt werden, wo der Bach mehrere Meter in die Tiefe stürzt. Die untere Mühle, also jene nach dem Wasserfall erhielt in späterer Zeit eine Schwester, die obere Mühle, in der eine Reibe installiert war. Beim Molasseabsturz, beim Maiensteg, wurde das Bachwasser mit einem Kännel gefasst und in diesem Holzkanal zur oberen Mühle geleitet, wo das Wasser ein oberschlächtiges Rad antrieb. Die untere Mühle, die auch eine Wirtschaft betreiben durfte, ging 1897 in den Besitz der politischen Gemeinde über. 1910 wurde das Wasserrad abgetragen und die Mühle zum reinen Wohnhaus umgebaut. Die obere Mühle ging ebenfalls 1897 in den Besitz der Gemeinde über. 1902 entfernte man den Wellbaum zur Reibe. Das Wasserrad trieb nun eine Pumpe an, welche das Wasser der Maienstegquelle über eine Leitung ins Netz der Wasserversorgung der Gemeinde presste. 1931 wurde auch das Wasserrad entfernt. 1923 ward in die Mühle eine Wohnung eingebaut und 1908 das Schlachthaus der Gemeinde über den Bach angebaut worden. Obere und untere Mühle gingen 1987 bzw. 1945 in Privatbesitz über.