Wasserversorgung

Die erste Wasserversorgung der Gemeinde Pfungen datiert aus dem Jahr 1888. Sie wurde am 15. Juli 1888 feierlich eingeweiht und umfasste ein Leitungsnetz von 1600 Metern, einem Reservoir in der Grabi mit 200 m3 Fassungsvermögen und 22 Hydranten. Vor dieser Zeit versorgte man sich mit dem Wasser der zahlreichen Dorfbrunnen. Um den nun gestiegenen Wasserbedarf zu stillen, mussten im wasserreichen Gebiet von Grabi und Weitobel neue Quellen gefasst werden. Wenige Jahrzehnte später kam die Nutzung der Maienstegquelle mit ihren ca. 500 Minutenlitern hinzu. Um im ständig wachsenden Dorf eine hinreichende Löschwasserreserve zu sichern, wurde 1935 oberhalb des bestehenden Reservoirs ein zweites gebaut. Sein Überlauf speiste das ältere, tieferliegende. In der stetig wachsenden Gemeinde reichte in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg die Wasserzufuhr aus Grabi, Weitobel und Maienstegquelle nur noch bei normalem Witterungsverlauf. Das Thema Trinkwasserversorgung musste in unserer Gemeinde erneut aufgegriffen werden. Unsere Gemeinde beteiligte sich in der Folge zusammen mit den Gemeinden Winterthur, Neftenbach und Dättlikon an der Schaffung einer gemeinsamen Fassungsanlage im Wülflinger Hard. An dieser Stelle wird bis heute dem Eulach-Grundwasserstrom Wasser entnommen. Das gefasste Wasser wird durch Pumpen auf den Rücken des Multbergs gepumpt und dem 1954 in Betrieb genommenen Reservoir zugeführt. Dieses liegt auf 519 m über Normalnull, das Grabireservoir auf 468 m. Die Höhendifferenz erzeugt eine Wasserdruckdifferenz von gut 5 bar. Somit musste für das neue Reservoir ein zweiter Netzteil geschaffen werden. Die Gemeinde besitzt damit ein Hochdrucknetz und ein Niederdrucknetz. Über das Hochdrucknetz kann über eine Verbindung Wasser ins Niederdrucknetz eingespeist werden. Über das Hochdrucknetz wird auch die Gemeinde Dättlikon seit 1954 mit Wasser versorgt. Wegen der starken Bautätigkeit musste 1998 in der Grabi ein grosses Reservoir (1300 m3) und 2004 noch ein kleines an der Maienstegquelle neu erstellt werden. Letzteres kam hinzu, um die Quelle besser nutzen zu können.