Pfungen war bis zum Einzug der Textilfabrik 1854 ein Bauerndorf. Ein ärmliches Bauerndorf. Topografie und Bodenbeschaffenheit waren für eine ertragreiche Landwirtschaft schlecht geeignet. Die Arbeitsplätze, welche Textilfabrik und Ziegelei anboten, verbesserten die wirtschaftliche Situation der Gemeinde. Die Kleinbauern mit einer Kuh, vielleicht auch deren zwei, ein paar Ziegen und einem Schwein gingen nun in die Fabrik und die Frau mit den Kindern besorgte die Landwirtschaft. Für Männerarbeiten musste der Feierabend herhalten und zum Heuen blieb man der Arbeit kurze Zeit fern. 1946 zählte man in Pfungen 31 Grossviehhalter. Das erscheint als enorm viel, aber wenn man eine Kuh besitzt, ist man Grossviehhalter. Nicht mitgezählt sind bei diesen 31 die Geissepuure. Seither haben viele Umstände dazu geführt, dass die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe mit Grossvieh auf deren zwei gesunken ist.
